Norwegen

Norwegenurlaub sollte es auf Rezept geben! So entspannt, ausgeglichen und gesund habe ich mich seit Ewigkeiten nicht gefühlt wie nach diesen zwei Wochen in Norwegen.

Ganz in meinem eigenen Schneckentempo und ohne einem Menschen zu begegnen, habe ich auf meinen Wanderungen den Kopf wieder frei gekriegt und Hausumbau, Job und Familienstress weit hinter mir gelassen.

Auf dieser Karte (aus Google Maps kopiert) seht ihr die kleine Insel Runde, auf der mein Lebensgefährte geboren und aufgewachsen ist und einige der Inseln in der Umgebung.

Karte aus google maps

Die erste Wanderung war natürlich auf „unserer“ Insel, wo es um diese Jahreszeit noch wunderbar geruhsam ist, bevor die vielen Touristen kommen, um den berühmten Vogelfelsen zu sehen:

Dann folgte ein Spaziergang auf Flö. Von dort hatten wir einen tollen Blick auf Runde im Abendlicht.

Meine nächste Wanderung war auf der kleinen Insel Remöy, von der aus man die Sunnmörs Alpen weit im Hintergrund sieht:

Meine letzte Wanderung kurz vor der Abfahrt war dann auf Leinöy. Hier imponieren mir immer die Schiffe der Hochseefischer, die direkt am Straßenrand „parken“:

Urlaubsende

Morgen geht es wieder los zur Arbeit. Braungebrannt, mit deutlich kleineren Augenringen, ausgeschlafen, erholt und voller Optimismus.

Die Monate vor dem Urlaub waren schwierig, hoch emotional und aufwühlend. Es gab viele Kündigungen und das Betriebsklima war destruktiv. Nie zuvor habe ich mich so ausgelaugt vom Job gefühlt wie in diesem Jahr. Ich hoffe, das liegt nicht am Alter…

Wir sind zwei Wochen mit unserem Wohnmobil von Ort zu Ort gezogen, durchs Sauerland, den Westerwald, durch das Rheinland und entlang der Mosel, waren an der Nahe und der Saar. Nach einigen Tagen waren alle Gedanken an die Arbeit verschwunden. Wie gut, dass es Urlaub gibt!

Nun wünsche ich mir, dass ich bis zum nächsten Urlaub die Herausforderungen im Job mit klarem Verstand, innerer Distanz und Tatkraft meistern werde, statt vor lauter Emotionen und Selbstzweifeln den Überblick zu verlieren.

Heute aber, am Sonntag, gebe ich mich noch einmal der Muße hin, ganz bewusst, denn um Krisen zu bewältigen ist Kraft sammeln ganz wichtig, nicht wahr?

 

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Dieses Bild symbolisiert für mich den Urlaub: einfach dahingleiten, das Farbenspiel genießen, meine eigenen Wege gehen.