Urlaubsende

Morgen geht es wieder los zur Arbeit. Braungebrannt, mit deutlich kleineren Augenringen, ausgeschlafen, erholt und voller Optimismus.

Die Monate vor dem Urlaub waren schwierig, hoch emotional und aufwühlend. Es gab viele Kündigungen und das Betriebsklima war destruktiv. Nie zuvor habe ich mich so ausgelaugt vom Job gefühlt wie in diesem Jahr. Ich hoffe, das liegt nicht am Alter…

Wir sind zwei Wochen mit unserem Wohnmobil von Ort zu Ort gezogen, durchs Sauerland, den Westerwald, durch das Rheinland und entlang der Mosel, waren an der Nahe und der Saar. Nach einigen Tagen waren alle Gedanken an die Arbeit verschwunden. Wie gut, dass es Urlaub gibt!

Nun wünsche ich mir, dass ich bis zum nächsten Urlaub die Herausforderungen im Job mit klarem Verstand, innerer Distanz und Tatkraft meistern werde, statt vor lauter Emotionen und Selbstzweifeln den Überblick zu verlieren.

Heute aber, am Sonntag, gebe ich mich noch einmal der Muße hin, ganz bewusst, denn um Krisen zu bewältigen ist Kraft sammeln ganz wichtig, nicht wahr?

 

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Dieses Bild symbolisiert für mich den Urlaub: einfach dahingleiten, das Farbenspiel genießen, meine eigenen Wege gehen.

 

Urlaubsglück

24 Tage habe ich nichts getan. War einfach nur da.

Habe  ohne Fernsehen und Internet gelebt, Radio nur im Auto gehört und dann in einer Sprache, die ich nur lückenhaft verstehe. Das Handy war meist ausgeschaltet.

Habe gelesen, wenn mir danach war, aber nichts Ernsthaftes, nur Bücher, die mich zum Lachen oder angenehmen Gruseln gebracht haben.

Habe gemalt, in die Luft geguckt und aufs Meer geschaut, beobachtet, wie die Möwen ihren Jungen das Fliegen beibringen.

Bin spazieren gegangen oder gewandert, habe Ausflüge gemacht und Geschäfte gemieden.

Der Alltag war weit, weit weg und ich habe ihn nicht vermisst.  Er mich auch nicht. Denn das Leben hier ist einfach weiter gegangen. Der Garten ist ein wenig verwildert, aber alle Pflanzen leben noch (Danke Nachbar!). Das Haus steht  noch, unter den 15 Briefen waren nur zwei von Bedeutung (Rechnungen), und weder die Menschen im Ort noch die Kollegen haben sich verändert.

Ich fühle mich erholt und ganz bei mir selbst. Es hat gut getan, einfach einmal komplett aus allem auszusteigen und einfach nur zu sein.

Hier einige Eindrücke von meinen Spaziergängen:

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Und schöne Sonnenuntergänge gab es natürlich auch (gegen 23.00 Uhr):

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