Norwegen

Norwegenurlaub sollte es auf Rezept geben! So entspannt, ausgeglichen und gesund habe ich mich seit Ewigkeiten nicht gefühlt wie nach diesen zwei Wochen in Norwegen.

Ganz in meinem eigenen Schneckentempo und ohne einem Menschen zu begegnen, habe ich auf meinen Wanderungen den Kopf wieder frei gekriegt und Hausumbau, Job und Familienstress weit hinter mir gelassen.

Auf dieser Karte (aus Google Maps kopiert) seht ihr die kleine Insel Runde, auf der mein Lebensgefährte geboren und aufgewachsen ist und einige der Inseln in der Umgebung.

Karte aus google maps

Die erste Wanderung war natürlich auf „unserer“ Insel, wo es um diese Jahreszeit noch wunderbar geruhsam ist, bevor die vielen Touristen kommen, um den berühmten Vogelfelsen zu sehen:

Dann folgte ein Spaziergang auf Flö. Von dort hatten wir einen tollen Blick auf Runde im Abendlicht.

Meine nächste Wanderung war auf der kleinen Insel Remöy, von der aus man die Sunnmörs Alpen weit im Hintergrund sieht:

Meine letzte Wanderung kurz vor der Abfahrt war dann auf Leinöy. Hier imponieren mir immer die Schiffe der Hochseefischer, die direkt am Straßenrand „parken“:

Urlaubsglück

24 Tage habe ich nichts getan. War einfach nur da.

Habe  ohne Fernsehen und Internet gelebt, Radio nur im Auto gehört und dann in einer Sprache, die ich nur lückenhaft verstehe. Das Handy war meist ausgeschaltet.

Habe gelesen, wenn mir danach war, aber nichts Ernsthaftes, nur Bücher, die mich zum Lachen oder angenehmen Gruseln gebracht haben.

Habe gemalt, in die Luft geguckt und aufs Meer geschaut, beobachtet, wie die Möwen ihren Jungen das Fliegen beibringen.

Bin spazieren gegangen oder gewandert, habe Ausflüge gemacht und Geschäfte gemieden.

Der Alltag war weit, weit weg und ich habe ihn nicht vermisst.  Er mich auch nicht. Denn das Leben hier ist einfach weiter gegangen. Der Garten ist ein wenig verwildert, aber alle Pflanzen leben noch (Danke Nachbar!). Das Haus steht  noch, unter den 15 Briefen waren nur zwei von Bedeutung (Rechnungen), und weder die Menschen im Ort noch die Kollegen haben sich verändert.

Ich fühle mich erholt und ganz bei mir selbst. Es hat gut getan, einfach einmal komplett aus allem auszusteigen und einfach nur zu sein.

Hier einige Eindrücke von meinen Spaziergängen:

P1030024

P1020790

 

Und schöne Sonnenuntergänge gab es natürlich auch (gegen 23.00 Uhr):

P1020775