Listen

Ich liebe Listen. Ich führe sie  zu jeder Jahreszeit und bei jeder Gelegenheit.

Ich erstelle Einkaufslisten, die ich fast immer auf dem Küchentisch vergesse.  Ich führe eine Liste, auf der ich vermerke, was ich auf keinen Fall vergessen darf und vor dem Urlaub schreibe ich Listen, was ich mitnehmen will.

Am Anfang eines jeden Jahres erstelle ich eine Liste, was ich im neuen Jahr tun will, welche Orte ich sehen will, was ich unternehmen oder ausprobieren möchte und welche Ziele ich erreichen möchte. Ich habe wirklich für alles eine Liste: 20 Dinge, wie ich Schritt für Schritt fitter und beweglicher werden kann. 15 Ideen, wie ich mich gesünder ernähren kann, 10 Verbesserungen, wie ich meinen Haushalt endlich in den Griff kriege, und 8 Ausflüge, die ich mit meiner Enkelin machen will.

Wenn ich ein Problem habe, gehe ich an den Rechner und schreibe auf, was ich tun kann, um das Problem zu lösen. Natürlich in Form einer Liste.

Warum tue ich das?

Ich glaube,  Listen geben mir das Gefühl, mein Leben unter Kontrolle zu haben. Zu wissen, wo es lang geht. Sie nehmen mir die Angst, etwas Wichtiges zu vergessen und geben mir das Gefühl, mein Leben aktiv zu gestalten.  Listen zu schreiben, ist ein Teil Psychohygiene für mich. Mit Listen gebe ich mir eine Richtung vor. Sie ersetzen mir das Tagebuch. Mit jeder Liste kriege ich meinen Kopf ein wenig freier.

Listen sind meine liebste Macke. Aufschreiben, was mir einfällt und loslassen. Wenn eine Liste erst mal geschrieben ist, ergeht es ihr meist wie der Einkaufsliste auf dem Küchentisch. Sie ist auf meinem Rechner gespeichert und wird meist erst nach Monaten wieder gefunden. Dann staune ich über meine vielen guten Ideen. Die Geschenkelisten sind meist abgearbeitet, und das eine oder andere kann ich auch von den anderen Listen streichen, aber es bleibt wie immer genug übrig, wieder neue Listen zu erstellen.

 

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