Sonntagsgedanken: Bin ich eine Heldin?

„Sei die Heldin deines Lebens, nicht das Opfer.“
Nora Ephron (Schriftstellerin)

Manche Dinge muss ich hinnehmen, weil ich sie nicht ändern kann. Ich kann niemanden gesund machen und auch niemanden dazu bringen, das zu tun, was ich will, wenn er selbst es nicht auch will. Manche Dinge geschehen einfach und ich habe keine Macht über sie. Bin ich dann ein Opfer?

Ich entscheide darüber, wie ich mit den Dingen umgehe. Bleibe ich oder gehe ich? Wehre ich mich oder schlucke ich es, wenn jemand meine Grenzen überschreitet? Glaube ich alles, was ich höre und lese, oder mache ich mir selbst Gedanken.

Handle ich oder reagiere ich nur? Tue ich das, was ich möchte, oder das, was andere von mir erwarten?

Bin ich in Kontakt zu mir oder habe ich meine Hoffnungen und Träume dem Alltag unterworfen?

Bin ich die Heldin meines Lebens?

12 Kommentare zu „Sonntagsgedanken: Bin ich eine Heldin?“

  1. So wie Du es beschreibst, sind wir Held*innen unseres Lebens. Manchmal bin ich ein Opfer gewesen, aber aus der Position konnte ich mich meist auch wieder herausarbeiten. Und dann bin ich wieder Heldin, weil ich das geschafft habe.
    Und manches, was schlimm ist, kann ich nicht verändern. Damit zurechtzukommen macht mich schon wieder stark. Doch ja, der Gedanke, eine Heldin zu sein, gefällt mir. 💖

  2. Genau! Das macht uns zu Heldinnen. Denn wie du sagst, dass sind auch Menschen aus Fleisch und Blut und mit Schwächen und Unzulänglichkeiten.

  3. Ich stimme dir zu und manchmal kommen wir gerade aus den Tiefen gestärkt wieder hervor, weil wir sie überstanden haben, auch wenn es viel Kraft gekostet hat und wir uns am Boden zerstört fühlten. Das macht uns doch zu Helden, oder? Heldinnen sind ja nicht unverletzlich oder immer stark, aber sie geben nicht auf ….
    Liebe Grüße aus dem verregneten Norden 🙂

  4. Das Leben verläuft nie gleich, es hat – wie ein Gebirge – ungezählte Höhen und Tiefen. Mal ist man Opfer, mal ist man Heldin. Manchmal ist das Leben auch wie ein ungebärdiges Wildpferd, und wirft mich Reiterin mit wüsten Bocksprüngen in den Staub. Dann heisst es aufstehen, Staub abklopfen, dem verrückten Gaul gut zureden und wieder aufsteigen… 😉

  5. Opfer sind wir, wenn uns etwas geschieht, auf das wir keinen Einfluss haben. Wenn wir in irgendeiner Form verletzt werden.
    Ich stimme Bonanzamargot zu, dass wir Menschen uns oft gegenseitig verletzen, das wir unzulänglich sind und uns gegenseitig nicht immer so unterstützen, wie es gut wäre. Doch auch unsere Unzulänglichkeit kann ich akzeptieren und lernen, damit umzugehen. Und wenn ich das tue, bin ich kein Opfer mehr, sondern jemand, der akzeptiert und es dann verarbeitet oder vesucht, etwas Gutes aus der Situation zu machen. Dann bin ich nicht mehr Opfer, sondern Handelnde, und so verstehe ich es auch, Held oder Heldin meines Lebens zu sein: ich handle, tue etwas, sehe den Dingen ins Auge, auch wenn es manchmal schmerzhaft ist.

  6. Ja. Und weil wir zu oft von den Menschen, die schon auf der Welt sind, gedemütigt werden. Ich wünschte mir, dass wir uns alle durch die schwere Aufgabe helfen… Aber leider geschieht diese Hilfe nur am Rande. Wir sind alle Opfer des Daseins und unserer menschlichen Unzulänglichkeit.

  7. Entschuldige, aber so stimmt das einfach nicht.
    Manchmal sind wir Pfer, machmal sind wir Täter:innen, aber …
    wir sind immer das, was jede für sich daraus macht.
    Ich bin nicht Opfer, sondern Schpfer!
    Wir sind alle Heldinnen….
    Ich habe dazu einen ausführlichen Kommentar geschrieben – leider ist er verschwunden!

  8. Niemand, aber vielleicht ist Würde das falsche Wort. Aber warum sind wir deiner Meinung nach Opfer? Weil wir in eine Welt geboren werden, ohne gefragt zu werden?

  9. Stimmt, eine Heldin bin ich nicht, aber ich weigere mich Opfer zu sein. Wenn ich mich als Opfer fühle, verliere ich meine Würde und lebe mit einem Gefühl der Aussichtslosigkeit. Da nutze ich lieber die winzig kleinen Spielräume, die ich habe.

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