Ferien und Glücksmoment Nummer 4

Seit drei Wochen komme ich weitestgehend Stau frei zur Arbeit. Die Sonne scheint schon früh am Morgen, im Büro ist es ruhig und warm, und der Abend klingt mit einem Glas Wein auf der Terrasse aus.

Obwohl ich dieses Jahr keinen Sommerurlaub habe, genieße ich die Ferien und den Sommer. Alles ist leichter, ruhiger, langsamer.

Morgen bekommen wir Besuch, am Dienstag kommen weitere Freunde zu Besuch und in der Woche darauf kommt die Familie aus Skandinavien dazu. 3 Geburtstage werden gefeiert, wir werden grillen, lange draußen sitzen und das Leben genießen. Ich freue mich darauf.

Zum Schreiben werde ich wohl wenig Zeit haben, aber wenn unsere Besucher fort sind und das Leben wieder seinen gewohnten Gang geht, dann gibt es sicherlich viel zu erzählen.

In der Zwischenzeit hoffe ich auf viele gute Gespräche mit unseren Gästen.

Ich finde es inspirierend, wenn jemand einen ganz neuen Aspekt in ein altes oder vertrautes Thema bringt, wenn ich meine Sicht der Dinge plötzlich  in Frage stellen oder bestätigt sehe. Wenn ich Inspiration finde, weil jemand von etwas berichtet, das mir neu ist oder woran ich schon lange nicht mehr gedacht habe. Wie schön, zu entdecken, dass andere ähnlich empfinden wie ich und wie überraschend, wenn sie dann ganz anders damit umgehen. Vertrautheit, Anregung und Neugier, etwas Neues näher kennen zu lernen, bei manchen Themen leidenschaftliche Gefühle, Nachdenklichkeit und neue Einsichten – gute, ehrliche Gespräche bereichern mich und geben mir ein langanhaltendes Glücksgefühl.  

Austausch und Gespräche mit anderen – deshalb ganz oben auf meiner Liste der Glücksmomente. .

Meine Glücksliste und Glücksmomente Nr. 2

Meine Glücksliste

Es gab und gibt Situationen in meinem Leben, in denen ich einfach Glück gehabt habe. Während meines Studiums habe ich zum Beispiel eine spottbillige Wohnung mit Blick auf die Regnitz gefunden, in der ich mich während meiner sechs Jahre in Bayern sehr, sehr wohlgefühlt habe.

Dann gibt es Dinge in meinem Leben, die ich als Quelle von Glück empfinde, wie zum Beispiel das große Glück, Mutter zu sein und das Glück eine Familie zu haben, auf die ich mich verlassen kann. Diese Quellen des Glücks geben allerdings nicht immer Anlass zur Freude. Mit meinem Bruder bin ich selten einer Meinung, meine Kinder haben mir so manches Mal Sorge bereitet und meine Eltern fordern manchmal mehr, als ich geben möchte. Der eine Onkel oder die andere Kusine sind mir nicht ganz so sympathisch, aber, sie sind da, ich kann auf sie zählen und es gibt mir ein Gefühl der Sicherheit, des Verwurzeltseins und der Geborgenheit zu wissen, dass ich Teil eines Ganzen bin, irgendwo zugehöre. Zu dieser Quelle des Glücks gehört auch die Tatsache, dass ich Begabungen und einen einigermaßen gut funktionieren Verstand habe, die es mir sowohl ermöglichen, einen Beruf auszuüben, den ich als sinnvoll empfinde als auch mein Leben einigermaßen bewusst  und selbstbestimmt zu  gestalten. Diese Quellen des Glücks habe ich mir nicht selbst erarbeitet, sie sind ein Geschenk.

Dann aber gibt es Dinge, die dazu führen, dass ich Glücksmomente erlebe, mich wohlfühle, etwas tue, bei dem ich mich selbst vergesse und einfach nur aufgehe im Moment. Dinge, die mir gute Gefühle geben, manchmal nur für einen Moment und manchmal auch für ein paar Stunden. Es liegt an mir selbst, ob ich mir dieses Wohlfühlglück schenke oder es mir verweigere.

Auf meiner Glücksliste stehen die Dinge, die mir dieses  Wohlfühlglück schenken, und seit ich diese Liste geschrieben habe, achte ich deutlich mehr darauf, was mir dieses wohlige, zufriedene Gefühl gibt, dieses Einssein mit mir und der Welt. Ich habe mir fest vorgenommen, künftig noch mehr dafür zu sorgen, dass ich diese Dinge auch tue und genieße, denn so manches auf der Liste ist etwas, was ich wegen Zeitmangel nicht getan habe oder was ich schlicht und ergreifend vergessen hatte.

Glücksmomente II: Tanzen

Ich habe es immer schon geliebt zu tanzen. Als Dreizehnjährige in der Tanzschule, als Zwanzigjährige in der Disco, später dann nur noch gelegentlich, bei Feiern oder Partys. Aber ebenso habe ich den Jazztanz in der Schule und das Tanzen auf Konzerten geliebt..

Tanzen tut mir gut. Leider mag mein Mann nicht tanzen und in den letzten 10 Jahren! war ich nur zu einer Feier mit Tanz, der Goldenen Hochzeit meiner Eltern. Warum habe ich mir das Tanzen bloß vorenthalten?

Das ändert sich jetzt. Ich kann auch alleine tanzen, kann mir Musik anmachen und mich dazu bewegen. Kann schauen, ob es im Fitnessstudio nicht etwas Schönes mit Musik gibt oder einen Club, in dem auch ältere Erwachsenen tanzen gehen. Ich freu mich drauf….