Weg mit der Waage!

Jeden Freitag das gleiche Drama: ich trete erwartungsvoll auf die Waage und rechne mit mindestens 500 Gramm weniger. Schließlich habe ich gesund und maßvoll gegessen, mich regelmäßig bewegt und Abstand von Schokolade & Co. gehalten.

Jeden Freitag das gleiche Frusterlebnis: die Waage zeigte die gleiche Zahl wie in der Vorwoche, mit ca. 200 Gramm Abweichungen nach oben oder unten.

Da ich der Überzeugung bin, dass Stress eine der Ursachen des Dickseins ist, habe ich mich entschieden, mich eines Stressfaktors zu entledigen: der Waage.

Sie steht nach wie vor im Bad und lockt mich. „Guck doch mal, ob Du schon abgenommen hast“. Aber ich widerstehe ihr. Ich will dieses Gefühl der Enttäuschung nicht mehr. Die innere Stimme, die mir sagt, ich müsste noch mehr auf meine Ernährung achten, die mit mir schimpft, weil ich beim Grillen ein Stück zu viel genommen habe, die mich ermahnt, in der kommenden Woche mehr Bewegung zu haben. Ich will es nicht mehr. Es scheint mir fast so, als  esse ich umso mehr, je öfter ich mich mit Ernährung, Abnehmen und verwandten Themen beschäftige.

Ob ich abnehme oder zunehme spüre ich ohnehin daran, ob das Hosenbund einschnürt oder nicht.

Und wenn ich nicht abnehme, dann ist es eben so. Mein Körper wird schon einen Grund haben, warum er an den Fettdepots festhält. Ich nehme mich jetzt so an, wie ich bin. Konzentriere mich auf die Dinge, die mir Freude machen. Ich will aktiv sein, mich bewegen, Freunde treffen, meine Interessen entwickeln und dabei essen, wie mir grade ist. Ich habe genug, von der Diktatur der Ernährungsberater und Diätspezialisten. Ich will nichts mehr davon hören!!!….bis die Hose kneift