Es begann mit einem Apfelkuchen ….

Am vergangenen Sonntag hatten wir Besuch und ich habe einen Apfelkuchen gebacken. Tapfer nur ein Stück gegessen und das auch ohne Sahne! Nachdem unser Besuch dann wieder fort war, bin ich zwei Stunden mit Hund durch den Wald marschiert, während mein Mann gekocht hat. Essen aus seiner Heimat: fett und kalorienreich, deftig und lecker. Ich hab gegessen, bis mir fast der Bauch geplatzt ist. Mir gesagt, dass dies eben ein Ausnahmetag ist, und morgen kann ich wieder weiter machen mit meiner Ernährungsumstellung  und Verhaltensänderung.

Der Montag war dann auch in Ordnung, obwohl mich den ganzen Tag  Bilder von Lakritzschnecken und Schokoriegeln verfolgten. Auch am Dienstag hielt ich noch durch, wieder geplagt vom Jieper nach Süßem. An beiden Tagen war viel zu tun und ich ließ meinen Spaziergang ausfallen.

Am Mittwoch dann der Einbruch. Ärger über eine Kollegin, in hoher Dichte Mails,  Anrufe,  persönliche Anfragen mit der Frage „sind Sie schon dazu gekommen, das ….zu machen“ , oder, „der Bericht muss heute raus, könnten Sie…..“  und als dann 5 Minuten Ruhe waren, bin ich wie ferngesteuert runter zum Kiosk und habe mir zwei Schokoriegel, Größe XXL geholt. Den ersten habe ich schon im Fahrstuhl verschlungen, den zweiten noch bevor ich meine Datei geöffnet hatte.

Abends dann traf ich mich mit einer Freundin, die von meinem Abnehmvorhaben nichts weiß. Sie kam grade aus dem Urlaub aus Holland und brachte mir  eine große Dose Lakritz mit.

Gestern Abend vorm Einschlafen habe ich das letzte Stück Lakritz gegessen.

Und heute mache ich weiter! Bis zum 31. Oktober werde ich  85 vor dem Komma auf der Waage lesen. Das schaffe ich!!!

 

 

 

 

Zugenommen

Frust auf der Waage heute morgen: 90,3 kg.

Immerhin, 100 g in 2 Wochen, besser als nichts 🙂

Auf der Arbeit dann der Knüller der Woche: die Vertretung der Vertretung ist krank geworden: 4 Gruppensitzungen ohne Therapeuten.

So muss ich mir wenigstens keine Gedanken machen, wie ich meinen Arbeitstag heute gestalte. Um 09.30 Uhr geht es los….

 

 

Ein Schritt zurück

Ich komme gut mit dem erhöhten Arbeitspensum klar, tue, was zu tun ist, und vernachlässige mich selbst.

Gestern und heute kein Spaziergang in der Pause, weil es einfach keine Pausen gab. Aber, ich habe es ohne Süßigkeiten geschafft. Abends dann der große Hunger, es mussten Nudeln sein, mit viel Käse sein und Thunfisch und Schinken und Tomatensoße und  saurer Sahne und Champignons und Erbsen. Das Ganze wurde dann zu einem Auflauf verarbeitet. Ebenfalls gut, ich habe nicht gleich 500 g Nudeln für 2 Personen verarbeitet, sondern „nur“ 350 – 400 g.

Ich vermelde ebenfalls mit Stolz, dass mein Mann und ich (vor allem ich) nicht alles aufgefuttert haben. Nur die Käsekruste, die hab ich natürlich ganz aufgezehrt.

Zum Trost habe ich ein bisschen im Internet gesurft und auf mindestens drei Seiten bestätigt bekommen, dass Stress nicht nur Lust auf Süßes macht, sondern auch das Bedürfnis nach Fettigem, Kalorienreichen. Der Körper stellt bei der Verarbeitung von Fetten nämlich einen Stoff her, der  die Produktion von Serotonin fördert, sodass auch Fettes, Deftiges, Reichhaltiges die Seele tröstet.

Aber das wussten wir ja alle schon, oder? Nur schön, immer mal wieder Schwarz auf Weiß zu lesen, dass dieser Heißhunger bei Stress durchaus auch einen Sinn für den Körper hat, nämlich einen tatsächlichen Mangel auszugleichen, und nicht nur  Ausdruck von Willensschwäche, Gier und Fresssucht ist. Wobei diese Wirkung bestimmte Nahrungsmittel letzere bestimmt mit auslöst.

Stress hat für mich übrigens wenig mit viel Arbeit zu tun. Solange die Arbeit läuft, ist das ok, auch mal keine Pause zu machen. Aber es gibt ein paar andere Dinge sowohl auf der Arbeit als auch zu Hause, die zeitgleich nerven. Eine fette Nachzahlung von meinem Strom- und Gasanbieter, eine Kollegin, die auf ganz unangenehme Art die anderen aus dem Team bei mir anschwärzt, ein neuer Mitarbeiter, der alle zwei Minuten in der Tür steht und so gar nichts hinkriegt. Das Ganze getoppt von meinem Bedürfnis nach Kontrolle, meiner noch nicht voll ausgebildeteten Fähigkeit zu delegieren und meiner ausgeprägten Neigung zur Selbstüberforderung und einem Hang zum Perfektionismus.  Um das ganze zu toppen, ist meine Arthrose wieder aktiv und jeder Schritt schmerzt im Moment. Ebenfalls typisch für Stress. Er manifestiert sich immer an der schwächsten Stelle, bei manchen an der Psyche, bei anderen am Magen und bei mir halt in der Hüfte.

Jammer, jammer, jammer, aber jetzt ist genug gejammert. Morgen ist schon Freitag und dann werde ich mir ein schönes, stressfreies Wochenende machen. Es soll ja regnen und ich habe mir DVDs von meiner Lieblingsserie ‚Desperate Housewives‘ besorgt. Freu mich schon jetzt aufs Gucken 🙂