Die Sache mit dem großen Glück

Viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie auf das große vergebens warten“   

(Pearl S. Buck)

Dieses Zitat muss ich mir hin und wieder in Erinnerung bringen, denn hin und wieder überkommt mich ein Gefühl der Unzufriedenheit. Statt mich an all dem Guten zu erfreuen, das ich habe, jammere ich all dem anderen hinterher, das ich nicht vermeintlich nicht habe Irgendwie muss doch noch mal was ganz Besonderes in meinem Leben passieren, irgendetwas unglaublich Intensives, Leidenschaftliches, Großartiges, denke ich dann. Job, Familie, Haus und Garten – das kann es doch wohl nicht gewesen sein? Das hatte ich mir doch alles einmal anders vorgestellt!

Versuche ich, dieses Besondere vor meinem inneren Auge entstehen zu lassen, bleibt es allerdings nebulös, es entstehen keine klaren Bilder oder Sehnsüchte.

Vielleicht liegt es am Alter, dass mich dieser Zustand hin und wieder überfällt. Ich bin Mitte 50, die Lebenszeit wird knapper und manche Dinge sind abgeschlossen. Ich werde keine Kinder mehr bekommen und auch keinen neuen Beruf mehr ergreifen, wahrscheinlich werde ich auch nicht mehr auswandern oder mit einer zündenden Idee Millionen machen. Die Wahrscheinlichkeit, das sich mein Leben noch mal grundlegend wandelt, ist gering.

Ganz schlimm wird es, wenn ich in diesem Zustand beginne, Entscheidungen, die ich einmal getroffen habe, in Frage zu stellen. Ob mein Leben aufregender, spannender und reicher verlaufen wäre, wenn ich mich anders entschieden hätte, weiß ich allerdings nicht. Trotzdem kann es mir an dunklen Tagen passieren, dass ich genau davon ausgehe. An diesen Tagen ist das Gras in Nachbars Garten viel grüner als in meinem. Das sieht dann in etwa so aus:

  • hätte ich das Haus nicht gekauft, hätte ich viel mehr Geld um zu reisen, und wäre jetzt schon in Kanada, Japan, Südafrika, Australien und, und, und ….. gewesen
  • Wäre ich nicht aufs Land gezogen, müsste ich nicht so viel Zeit mit dem Arbeitsweg vergeuden und hätte viel mehr Zeit für mich und am Wochenende würde ich in Ausstellungen und schicke Restaurants gehen, statt in den Baumarkt zu fahren und im Garten zu graben.

Solche Gedankengänge rufen natürlich massive Unzufriedenheit, Gereiztheit und schlechte Laune hervor. Wenn es ganz schlimm kommt, dann muss auch mein Liebster drunter leiden, denn wer weiß, vielleicht hätte mich der Typ, den ich habe gehen lassen, tatsächlich lebenslang auf Händen getragent. Oder ich verprügel mich selbst innerlich, weil ich so blöd gewesen bin und bei der Gelegenheit fallen mir dann gleich noch fünf andere Dinge ein, die ich mir vorwerfen kann.

Wie gut, dass dieser Zustand nie lange anhält. Spätestens wenn die Sonne scheint und ich auf  die blühenden Krokusse in meinem Garten blicke, dann weiß ich, das alles gut ist. Dann fällt mir wieder ein, wie nervig die ewig nörgelnde Nachbarin in unserem Mietshaus war Dann fällt mir wieder ein, dass ich bis vor nicht allzu langer Zeit zwei Kinder ernährt, gekleidet und zur Schule geschickt habe, was mir für lange Reisen in ferne Länder weder Zeit noch Geld gelassen hat. Und wer weiß, ob die Kinder so gut geraten wären, wenn wir in der Stadt geblieben wären.

Nichts desto trotz finde ich es hilfreich, mir hin und wieder mal ganz bewusst vor Augen zu halten, wie viel Gutes es in meinem Leben gibt. Neulich habe ich mir nach so einem Negativ-Zustand mal eine Liste gemacht, mit all den guten Dingen, die das Leben mir geschenkt hat. Und glaubt mir, die ist richtig lang geworden und ständig fällt mir noch etwas Neues ein, was ich drauf schreiben kann. Dann merke ich, dass ich viele Gründe zur Dankbarkeit habe, denn nichts, was auf dieser Liste steht, ist wirklich selbstverständlich.

Dann erinnere ich mich wieder daran, dass es im Leben darum geht, jeden Tag so intensiv zu leben, wie es nur geht. Die Sonne auf der Haut zu spüren, ein gutes Essen zu genießen, die eigene Lebendigkeit  beim Sport oder bei der Gartenarbeit zu erleben, über die bunten Farben der ersten Frühlingsblüher zu staunen, Nähe zu anderen Menschen zu fühlen und sich in einer Tätigkeit verlieren. Jeder Tag bietet viele Möglichkeiten, das kleine Glück zu spüren, man darf eben nur nicht aufhören, es sich bewusst zu machen, besonders dann nicht, wenn im Leben mal nicht alles so läuft, wie man es sich erträumt hat. .

Wieder zu Hause

Die Reha ist beendet. 3 Wochen hatte ich Zeit nur für mich. Alles, aber auch wirklich alles, wurde mir abgenommen. 3 Mal am Tag stand das Essen fertig zubereitet vor mir. Nicht mal den Teller musste ich wegräumen. Jeden Tag wurde mein Zimmer gereinigt, das Bett gemacht. Ich hatte nichts weiter zu tun, als zur Wassergymnastik oder der nächsten Anwendung zu gehen, konnte vor dem Frühstück oder nach dem Essen ins Fitnessstudio, zum Schwimmen oder eine Stunde in der Sauna entspannen. An den Wochenenden konnte ich tun und lassen, was ich wollte, habe lange Spaziergänge gemacht, mit anderen Patienten geklönt und gelesen, gelesen, gelesen.

Meiner Hüfte geht es besser, ich fühle mich fit und bereit, den Alltag anzugehen. Ich habe 5 kg abgenommen und das ist gut so. Ich werde in den nächsten Monaten noch mehr abnehmen. Denn eines ist mir klar geworden:

Wer sich keine Zeit für seine Gesundheit nimmt, wird sich irgendwann Zeit für seine Krankheiten nehmen müssen.

Fragen

Tarlucy (http://tarlucy.wordpress.com/) und Claudi (http://claudi661.wordpress.com/) haben mich freundlicherweise für den  „Liebster Award – Discover new Bloggs“ vorgeschlagen. Vielen Dank! Ich beantworte die Fragen von Euch beiden sehr gern, aber ich weiß nicht, ob ich 11 Blogs finde, die noch nicht von Euch nominiert sind. Also nicht böse sein, falls ich den Blog nur an wenige weitergebe.

So, hier Fragen von tarlucy:

1. Was hat Dich dazu gebracht zu bloggen?

Ich schreibe gern und habe mir gewünscht, das mein Geschreibsel auch mal von anderen gelesen wird.

2. Hast Du noch weitere Bloggs gestartet?
Ja, ich habe mit einem anderen Blog (Wechseljahre – in der Mitte des Lebens) begonnen, der wurde aber nie gelesen. Weil ich mich selbst motivieren wollte, endlich abzunehmen, habe ich dann TrinasWelt gestartet. Ich habe noch einen weiteren Blog auf Englisch (northgermanybolg.wordpress.com)

3. Wieviel Zeit verbringst Du auf Bloggseiten, beim schreiben und lesen?
Nun, am Wochenende verbringe ich ungefähr 3 bis 4 Stunden damit, manchmal auch länger. Leider komme ich in der Woche nur selten dazu, die anderen Blogs zu lesen, geschweige denn, zu schreiben, was ich sehr schade finde. Es ist unglaublich, wie viel tolle Blogs es gibt.

4. Hast du lange über die Gestaltung deines Bloggs nachgedacht?
Ich denke, die Gestaltung des Blogs ist ein andauernder Prozess.

5. Welche Themen beschäftigen Dich am meisten?
Eigentlich beschäftige ich mich am meisten mit Themen, die man unter „Persönlichkeitsentwicklung und Lebensgestaltung“ zusammenfassen kann. Wie kann ich als Mensch wachsen?

6. Hast Du Deinem Bekannten- und Freundeskreis von Deinem Blogg erzählt, wenn ja wie sehr beeinflusst es Deine Offenheit?
TrinasWelt ist sehr persönlich und ich habe meinen Freunden und meiner Familie nicht davon erzählt. Es würde mich befangen machen, und vielleicht auch zu Missverständnissen führen.

7. Gibt es etwas, was du 2014 unbedingt tun willst und wenn ja, was?
Nach einer Gehaltserhöhung fragen.

8. Was gefällt Dir an Deinem Blog am meisten und welcher Deiner Artikel magst Du am liebsten?
Eigentlich gefällt mir keiner meiner Artikel wirklich richtig gut, das, was andere schreiben, finde ich meist viel interessanter.

9. Aus allem, was Du so in 2013 an Beiträgen auf anderen Blogs gelesen hast: welches ist Dein Lieblingspost?
Ich habe keinen Lieblingspost., es waren einfach zu viele gute und spannende Beiträge darunter.

10. Wie wichtig ist es dir, dass gelesen wird, was du schreibst
Schon wichtig, denn ich denke, das wir alle voneinander lernen können.

11. Beschreibe Dich mit maximal 4 Worten
Zurückhaltend, introvertiert, freundlich, gepflegt.

Die Fragen von Claudi beantworte ich natürlich auch.

1. Warum blogst Du?
Ich schreibe gern und finde, dass Bloggen ein tolles Hobby ist.

2. Was für ein Gefühl hattest Du, nachdem Du Deinen 1. Blogeintrag abgeschickt hast?
Ich war gespannt, ob jemand den Beitrag lesen würde.

3. Inwiefern hat das Bloggen Deinen Alltag beeinflusst?
Nun, ich habe viele Anregungen von anderen Bloggern bekommen und ich überlege oft, worüber ich am Wochenende schreiben möchte.

4. Wer von Deinem persönlichen Umfeld, weiß das Du bloggst?
Mein Lebensgefährte, meine Söhne und eine Freundin.

5. Welches sind Deine Lieblingsthemen?
s. oben

6. Was würdest Du niemals in einen Blog schreiben?
Etwas, was andere Menschen verletzen könnte oder was anderen Menschen Schaden zufügen könnte.

7. Wie viel Zeit verbringst Du mit Bloggen?
s. o.

8. Hast Du schon Blogger/innen persönlich kennengelernt?
Nein, aber irgendwie macht man sich ja trotzdem ein Bild von jedem Blogger hier und ein Realitätsabgleich wäre bestimmt spannend.

9. Was ist ein Wunsch von Dir für 2014?
Ohne größere Probleme und Sorgen einfach nur das Leben genießen

10. Machst Du Werbung für Deinen Blog bei facebook o.ä. ?
Nein

11. Beschreibe Dich mit 3-5 Worten.
s. o.

Hier sind nun diejenigen, denen ich diesen Award weiterreichen möchte und die noch nicht auf der Liste von tarlucy und conny stehen. 

http://www.zurueckimleben.wordpress.com, Frau Yu:www.frauyubaba.wordpress.com ; Frau Yu:www.frauyubaba.wordpress.com  www.augenblickesammlung.wordpress.com ; Desweges: http://www.meinwegmitborderline.wordpress.com; www,leihmirdeinohr.wordpress.com; http://www.moppilina.wordpress.com; http://www.rauchdaemon.wordpress.com , Emma: http://www.5-2-diet.de/;www.hassliebehamburg.wordpress.com; http://fraukrokodil.wordpress.com/

Hier sind meine Fragen und ich würde mich natürlich freuen, wenn auch andere, die diesen Award schon haben, diese  beantworten:

1. Mit welchem Prominenten würdet Ihr am liebsten einen Tag verbringen?

2. Welches Land möchtet Ihr unbedingt einmal kennen lernen?

3. Welchen Beruf würdet Ihr ausüben, wenn Euch alle Möglichkeiten offen stehen?

4. Was lest Ihr am liebsten?

5. Meint Ihr, dass Ihr in drei Jahren immer noch Euren Blog führt?

6. Auf welche Speise/welches Nahrungsmittel würdet Ihr auf keinen Fall verzichten?

7. Welche Jahreszeit mögt Ihr am liebsten und warum?

8. Fehlen Euch manchmal die Ideen, worüber Ihr schreiben könnt? Und falls ja, was macht Ihr dann?

9. Was macht Eurer Meinung nach einen guten Blog aus?

10. Welchen Rat würdet Ihr einem neuen Blogger geben?

11. Welche drei Dinge könnt Ihr überhaupt nicht leiden?

Viel Spaß beim Antworten!