Meine Glücksliste und Glücksmomente Nr. 2

Meine Glücksliste

Es gab und gibt Situationen in meinem Leben, in denen ich einfach Glück gehabt habe. Während meines Studiums habe ich zum Beispiel eine spottbillige Wohnung mit Blick auf die Regnitz gefunden, in der ich mich während meiner sechs Jahre in Bayern sehr, sehr wohlgefühlt habe.

Dann gibt es Dinge in meinem Leben, die ich als Quelle von Glück empfinde, wie zum Beispiel das große Glück, Mutter zu sein und das Glück eine Familie zu haben, auf die ich mich verlassen kann. Diese Quellen des Glücks geben allerdings nicht immer Anlass zur Freude. Mit meinem Bruder bin ich selten einer Meinung, meine Kinder haben mir so manches Mal Sorge bereitet und meine Eltern fordern manchmal mehr, als ich geben möchte. Der eine Onkel oder die andere Kusine sind mir nicht ganz so sympathisch, aber, sie sind da, ich kann auf sie zählen und es gibt mir ein Gefühl der Sicherheit, des Verwurzeltseins und der Geborgenheit zu wissen, dass ich Teil eines Ganzen bin, irgendwo zugehöre. Zu dieser Quelle des Glücks gehört auch die Tatsache, dass ich Begabungen und einen einigermaßen gut funktionieren Verstand habe, die es mir sowohl ermöglichen, einen Beruf auszuüben, den ich als sinnvoll empfinde als auch mein Leben einigermaßen bewusst  und selbstbestimmt zu  gestalten. Diese Quellen des Glücks habe ich mir nicht selbst erarbeitet, sie sind ein Geschenk.

Dann aber gibt es Dinge, die dazu führen, dass ich Glücksmomente erlebe, mich wohlfühle, etwas tue, bei dem ich mich selbst vergesse und einfach nur aufgehe im Moment. Dinge, die mir gute Gefühle geben, manchmal nur für einen Moment und manchmal auch für ein paar Stunden. Es liegt an mir selbst, ob ich mir dieses Wohlfühlglück schenke oder es mir verweigere.

Auf meiner Glücksliste stehen die Dinge, die mir dieses  Wohlfühlglück schenken, und seit ich diese Liste geschrieben habe, achte ich deutlich mehr darauf, was mir dieses wohlige, zufriedene Gefühl gibt, dieses Einssein mit mir und der Welt. Ich habe mir fest vorgenommen, künftig noch mehr dafür zu sorgen, dass ich diese Dinge auch tue und genieße, denn so manches auf der Liste ist etwas, was ich wegen Zeitmangel nicht getan habe oder was ich schlicht und ergreifend vergessen hatte.

Glücksmomente II: Tanzen

Ich habe es immer schon geliebt zu tanzen. Als Dreizehnjährige in der Tanzschule, als Zwanzigjährige in der Disco, später dann nur noch gelegentlich, bei Feiern oder Partys. Aber ebenso habe ich den Jazztanz in der Schule und das Tanzen auf Konzerten geliebt..

Tanzen tut mir gut. Leider mag mein Mann nicht tanzen und in den letzten 10 Jahren! war ich nur zu einer Feier mit Tanz, der Goldenen Hochzeit meiner Eltern. Warum habe ich mir das Tanzen bloß vorenthalten?

Das ändert sich jetzt. Ich kann auch alleine tanzen, kann mir Musik anmachen und mich dazu bewegen. Kann schauen, ob es im Fitnessstudio nicht etwas Schönes mit Musik gibt oder einen Club, in dem auch ältere Erwachsenen tanzen gehen. Ich freu mich drauf….

 

Meine neuen Listen

Bei uns im Norden regnet es seit Tagen fast ununterbrochen. Ich hatte die letzten Tage Urlaub  und mit jedem weiteren Regentag drohte meine Stimmung endgültig in den Keller zu gehen. Statt meinen Garten zu nutzen, habe ich alte Zeitschriften aussortiert und dabei sind mir einige Artikel zum Thema „Glück“ ins Auge gefallen. Dazu gibt es natürlich unendlich viel zu schreiben und zu lesen, aber mir gefiel der Ratschlag zweier Autorinnen,  eine Liste mit Dingen und Aktivitäten zu erstellen, die mir, der Leserin, ein Glücksgefühl vermitteln. Diese Liste sollte mindestens 20 Punkte, so die eine Autorin,  oder 30, so die andere Autorin, enthalte

Diese Liste sollte man sich   immer wieder vor Augen halten, und dafür sorgen, diese Aktivitäten oder Dinge so oft wir nur möglich auch zu tun bzw. zu genießen. Viele kleine Glücksmomente vermitteln ein Gefühl der Zufriedenheit mit dem Leben. Gleichzeitig übt man, Verantwortung für das eigene Wohlergehen zu übernehmen.

Nun, ich  habe mir eine Liste erstellt und schon beim Schreiben war ich ich mich immer weniger über  Dauerregen und die Kälte  verstimmt, sondern begann richtig gute Laune zu kriegen.

Gleichzeitig sind mir in diesem verregneten Urlaub aber auch einige meiner Verhaltensweisen aufgefallen, die garantiert dazu führen, dass ich mich mies, klein und vom Leben schlecht behandelt fühle und die meist mit dem Griff in den Kühlschrank endeten. Also habe ich auch von diesen eine Liste erstellt.

In den kommenden Wochen werde ich Euch immer mal wieder einen Punkt von jeder dieser Liste vorstellen und ich bin mir sicher, dass Euch die meisten recht bekannt vorkommen.

Ich habe mir nun vorgenommen, möglichst viele Punkte der Positiv – Liste in mein Leben zu integrieren. Verhaltensänderung ist ja der Schlüssel zum Abnehmen, und wie schon erwähnt, wenn ich glücklich bin, lässt mich Schokolade kalt.