H: Heute, oder immer nur ein Tag auf einmal

Trinas Welt von A – Z

Ich bin mit einem nassen Alkoholiker groß geworden. Da in den 60iger und 70iger Jahren ohnehin mehr Alkohol getrunken wurde  und von Vätern weniger Familienengagement erwartet wurde als heute, fiel es mir lange Zeit gar nicht auf, dass mein Vater nur selten nüchtern war. Er verbrachte seine Abende in der Kneipe, seine Samstage auf dem Fußballplatz, wo er nach dem Spiel im Vereinslokal trank, und er ließ keinen Frühschoppen aus.  Er war ein freundlicher Mensch, aber er liebte den Alkohol mehr als uns.

Alkoholismus ist eine fortschreitende Krankheit, die auch die Menschen beeinträchtigt, die mit einem Alkoholiker zusammen leben. Irgendwann in meinem frühen Erwachsenenalter kam ich mit meinem Leben nicht mehr besonders gut zurecht. Nach außen funktionierte ich ganz gut, erzielte gute Prüfungsergebnisse im Studium und war abends oft mit Freunden unterwegs, aber tief in mir knapperten Ängste und Depressionen an mir. Ich spürte mich immer weniger, hatte das Gefühl, mich aufzulösen und durch eine Glasglocke von der Welt getrennt zu sein. Niemanden fiel auf, dass ich ohne meinen Mann  im Schlepptau das Haus nicht mehr verließ und mich mehr und mehr von meinen Freunden zurückzog. Und nicht mal mein Mann wusste, was in mir vorging.

Irgendwann kam der Punkt, an dem ich so nicht weiterleben konnte und wollte. Ich suchte die psychosoziale Beratungsstelle des Studentenwerks auf, die mir zu einer Therapie rieten. Auch damals, vor über 30 Jahren, war es schon schwer einen Therapieplatz zu finden, und die Psychologin in der Beratungsstelle riet mir, bis dahin eine Gruppe der Al Anons oder Emotion Anonymous zu besuchen.

So lernte ich das 12-Schritte-Programm kennen. Auch wenn das nun schon 30 Jahr her ist und ich seit mindestens 29 Jahren keine Treffen mehr besucht habe, habe ich dort  Anker gefunden, die mir in windigen und stürmischen Zeiten heute noch helfen. Eines davon ist das ‚Nur für heute‘, das ich als Gebrauchsanweisung für einen guten Tag verstehe und das mir eine Rettungsleine an dunklen Tagen war und ist.  Ich gebe es Euch heute in meinen eigenen Worten wieder, aber füge am Ende des Artikels links zum Original ein:

  1. Lebe immer nur einen Tag auf einmal und versuche nicht, alle Probleme auf einmal zu lösen. Wenn Du dir immer nur für einen Tag vornimmst, etwas zu tun oder nicht zu tun (z. B. die Finger von der Schokolade zu lassen, nicht über andere lästern usw.) kannst Du es schaffen.
  2. Mach Dir klar, dass dein Glück nicht von dem bestimmt wird, was andere tun, sagen oder denken. Glück entsteht in Dir selbst, wenn Du mit dir im Einklang lebst.
  3. Versuche einen Tag lang, die Dinge so zu nehmen, wie sie kommen. Blicke der Realität ins Auge und versuche nicht, Dir alles schönzureden oder zu erzwingen, dass die Umstände und die Menschen so sind, wie Du sie haben willst. Akzeptiere einfach, was ist, ohne es zu werten.
  4. Tue heute etwas, um deinen Körper gesund zu halten, mach was, um deinen Verstand zu trainieren (lesen, Sudoku, was auch immer) und lese etwas, was der Seele gut tut, und wenn es nur ein kleiner Spruch auf einer Postkarte ist
  5. Nimm eine Sache in Angriff, auf die Du keine Lust hast oder einfach ungern tust. Danach fühlst Du Dich sofort besser. Versuche jemanden einen Gefallen zu tun und handle mindestens einmal so, dass andere davon profitieren. Das hilft Dir, nicht nur um Dich selbst zu kreisen.
  6. Kümmere dich heute um dein Äußeres, lächle jemanden an, sei so freundlich wie du kannst zu deinen Mitmenschen und versuche mal, einen Tag lang, über nichts und niemanden zu nörgeln oder schlecht zu reden. Wenn Du ein angenehmer Mitmensch bist, wirst Du von anderen netter behandelt. Auch das verbessert das Selbstwertgefühl enorm.
  7. Mach dir einen Plan für den Tag, damit du ihn nicht verplemperst oder dich in all den Dingen verlierst, die du so auf dem Zettel hast. Gib Deinem Tag so eine Richtung, aber pass auf, dass Du Dir nicht zu viel vornimmst. Wenn Du nicht alles schaffst, ist das nicht schlimm, denn durch diesen Plan hast Du begonnen, deinen Tag aktiv zu gestalten, statt nur auf das zu reagieren, was kommt.
  8. Nimm dir Zeit für die Dinge, die dir wichtig sind und höre auf zu sagen, dass du einfach zu viel zu tun hast. Wenn dir etwas wichtig ist, kannst und darfst du dir die Zeit dafür auch nehmen. Das gilt nach meiner Erfahrung vor allem für die Beziehung mit anderen. Aber auch auf der Arbeit tut es gut, konsequent das zu tun, was wirklich wichtig ist, und die anderen Sachen und Anliegen hintenan zu stellen. Unsere Zeit gehört uns, wir bestimmen, wie wir sie nutzen.
  9. Nimm dir jeden Tag ein bisschen Zeit, um dich zu entspannen, deine täglichen Erfahrungen zu verarbeiten, nachzudenken und in Ruhe zu meditieren oder mit deiner höheren Macht zu kommunizieren. Ein paar Minuten allein sein, bei sich selbst ankommen nach oder in einem hektischen Tag ist unschätzbar wertvoll.
  10. Habe keine Angst glücklich zu sein. Erfreue dich am Leben, an all den tollen Sachen um dich herum. Genieße, was Dir Spaß macht und gut tut. Achte mal darauf, wie bunt, vielfältig und genial diese Welt ist und koste den Tag aus. Du hast nur ihn.
  11. Vergleiche dich nicht mit anderen. Achte auf Dich selbst, nimm dich so an, wie du bist und bringe dich mit deinen Talenten und Ideen so gut Du eben kannst in die Welt ein.
  12. Glaube daran, dass du die Kraft und das Recht hast, deinen Tag selbst gestalten kannst. Du selbst entscheidest, wie du deinen Tag lebst.

Hier findet ihr einen link zu dem Original des ‚Nur für Heute‘. http://www.ea-selbsthilfe.net/literatur/nur-fuer-heute/

Übrigens gibt es etwas sehr ähnliches auch als ‚Dekalog der Gelassenheit‘, ebenfalls wunderschön und empfehlenswert.

Ich wünsche Euch allen ein tolles Heute!

 

Ich und die anderen

Writing101 Day 5, Writing101: Today, use a quote or passage from something you’ve read to introduce your post.

„The only person I can be better than is he person I was yesterday“*

Der einzige Mensch, dem ich überlegen sein kann bzw. zu dem ich im Vergleich besser sein kann, ist der Mensch, der ich gestern war.

So in etwa kann ich dieses Spruch, den ich im ‚Pocket Sponsor‘ gefunden habe, übersetzen. Der Spruch gefällt mir, denn wie so viele Menschen ertappe ich mich selbst hin und wieder dabei, dass ich mich aufwerte, indem ich andere abwerte. Der Spruch  erinnert mich daran, dass es überheblich ist, andere Menschen zu bewerten. Jeder ist, wie er ist, und welche Geschichte ihn dorthin geführt hat, wo er grade steht, kann ich nicht beurteilen. Es steht mir schlicht und ergreifend nicht zu, andere Menschen nach meinem eigenen Wertesystem zu be- oder gar verurteilen.

Menschen zu bewerten, macht es unmöglich, mich anderen wirklich nahe zu fühlen, mich als Teil des Ganzen zu verstehen. Solange ich Menschen bewerte, sehe ich sie vor allem unter dem Aspekt, ob sie besser oder schlechte dastehen als ich, beliebter, talentierter oder erfolgreicher sind. Ich sehe die Menschen als Maßstab, an dem ich mich messe. Hier diejenigen, denen ich mich unterlegen fühle, die mich an meinem (Selbst)-wert zweifeln lassen und dort jene, denen ich mich überlegen fühle, die mir mein Gefühl von Größe zurückgeben.

Diese Haltung führt zur Einsamkeit. Ich kann mich nicht auf den anderen einlassen, wenn ich immer Angst haben muss, dass er mein Selbstwertgefühl verletzt. Ich kann höchstens danach trachten, von als „besser“ empfundenen Menschen akzeptiert zu werden und mich durch die Beziehung zu ihnen aufzuwerten. Der Preis ist jedoch hoch. Denn um von diesen „besseren“ Menschen akzeptiert zu werden, werde ich mich ihnen anpassen, versuchen, mitzuhalten, sei es materiell oder indem ich mein Verhalten, meine Einstellungen und Werte ihren anpasse. Dies geht auf Kosten meiner eigenen Persönlichkeit, denn ich lebe stets in der Angst, dass die anderen herausfinden, dass ich doch nicht so „gut“ bin wie sie. Angst ist ein schlechter Nährboden für die Entwicklung meiner Persönlichkeit.

Ich verliere meine Persönlichkeit ebenso, wenn ich mich denen zuwende, die ich als unterlegen empfinde. Mich ihnen als Helfer, Retter, Beschützer, Wegweiser zur Verfügung stelle oder mich als Richter, Spötter oder Kritiker präsentiere. Ich werte mich auf, indem ich mich überlegen fühle. Das ist gefährlich. Zum einen kann ich in eine „Helferrolle“ fallen, indem ich meinen Selbstwert davon abhängig mache, von den anderen in dieser Rolle bestätigt zu werden. Was aber, wenn sie diese Hilfe gar nicht wollen? Oder gar mit meiner Hilfe über mich hinauswachsen. Dies ist eine ständige Bedrohung meines Selbstwertgefühls, was dazu führt, dass meine Hilfe oder mein Schutz nicht ehrlich sind, sondern den anderen kleinhalten und kontrollieren wollen.

Die Rolle des Kritikers, Spötters und Richters tut mir ebenso nicht gut. Wenn ich die Fehler und Unzulänglichkeiten anderer anprangere, darf ich mir selbst keine Fehler erlauben. Ich werde rigide an meinen Werten und Einstellungen und Verhaltensmustern festhalten müssen und nehme mir so den Raum mich weiterzuentwickeln, indem ich aus Fehlern lerne und flexibel in meiner Lebensgestaltung bin.

Danach zu streben, besser dazustehen als andere, hält mich davon ab, mich selbst zu entfalten,  meine Persönlichkeit, meine Fähigkeiten und Begabungen und meine innere Haltung zu entwickeln.

Ich glaube, es gibt nur einen Weg: andere zu akzeptieren, wie sie sind, mich selbst zu akzeptieren, wie ich bin und mich auf meine eigene geistige, seelische und spirituelle Entwicklung und auf eine gesunde und positive Lebensgestaltung zu konzentrieren. Zu schauen, wie ich mich in die Gemeinschaft einbringen kann, wo meine Hilfe gebraucht wird, wo ich etwas Positives beitragen kann. Dann kann es mir gelingen, tatsächlich ein „besserer“ Mensch zu werden, als ich es vor einigen Tagen, Wochen, Monaten oder Jahren war.

*Zitat aus „Pocket Sponsor, 24/7 Back to the Basics Support, The Fellowship and Shelly Marshall, Kindle Edition”

Mein Leben als Ja-Sager

Ihr ahnt es sicher schon, ich habe irgendwann vor ganz vielen Jahren einmal eine Therapie gemacht. Die wichtigste Erkenntnis, die ich daraus gewonnen habe, ist, dass ich erst dann beginne, mich zu verändern, wenn ich aufhöre, mich für meine Schwächen fertig zu machen und diese zu bekämpfen. Solange ich mit meinen Schwächen ringe, mich jedes Mal abwerte, wenn ich einen Kampf verloren habe, ändere ich mich nicht, sondern sorge nur dafür, dass mein Selbstwertgefühl und meine Selbstachtung weiter sinken.

Gewohnheiten, Verhaltensweisen und Glaubenssätze, die wir über Jahre verinnerlicht haben, legen wir nicht über Nacht ab.

Der erste und wichtigste Schritt nach der Selbsterkenntnis besteht darin, mich so anzunehmen, wie ich bin. Mir klar zu machen, dass ich genau so, wie ich bin, ein liebenswerter Mensch bin. Ein liebenswerter Mensch, der genau wie alle anderen Menschen Schwächen hat und an eigene Grenzen stößt. Nicht nur mir fällt das ‚Nein-Sagen‘ schwer, im Laufe meines Lebens habe ich viele Menschen kennen gelernt oder beobachtet, denen ein ‚Nein‘ nur schwer über die Lippen kommt. Ich bin mit meiner Schwäche nicht einzigartig.

Seit ich mich als  Ja-Sager oder Geber akzeptiere, geht es mir besser. Wenn ich ‚Ja‘ sage, obwohl ein ‚Nein‘ durchaus in meinem Interesse wäre, weiß ich, was ich da tue und warum. Ich mache es mir nicht zum Vorwurf, wenn ich ‚Ja‘ gesagt habe, obwohl ich mir eigentlich ein ‚Nein‘ vorgenommen hatte, sondern nehme einfach an, dass in diesem Moment meine Stärke nicht ausgereicht hat. Beim nächsten Mal werde ich es besser hinkriegen. Und dann gucke ich, wie ich das Beste aus der Situation, die ich durch mein ‚Ja‘ hervorgerufen habe, machen kann. Nachdem ich der Kollegin Vortritt beim Urlaub gelassen hatte, machte ich mir klar, wie schön es ist, an dem Tag nicht mit ihr arbeiten zu müssen und dann freute ich mich auf den freien Tag in der Woche darauf.

Wenn ich um der Harmonie willen ‚Ja‘ sage, sehe ich zu, einen Ausgleich zu finden.

Ich kann gut damit leben, nicht zu der Gattung der scheinbar so selbstbewussten Menschen zu gehören, die sich vermeintlich immer durchzusetzen, jeden Konflikt sofort ansprechen, und sagen, was ihnen nicht passt. Ich habe gelernt, ‚Nein‘ auf meine eigene Weise zu sagen.

Ich richte meine Aufmerksamkeit und Energie darauf, mein Leben so zu gestalten, dass ich mich wohl fühle und mich gut entwickeln kann. Dazu gehört es, Menschen zu meiden, die mich ausnutzen möchten und Menschen zu meiden, die ich als anstrengend und unangenehm empfinde. Ich übe, mit mir selbst in Kontakt zu sein. Inne zu halten und in mich hineinzuhorchen, wie es mir geht, was ich brauche, wie ich mich fühle, was ich will. Ich nehme mir ganz bewusst Zeit für mich selbst, um diesen Kontakt zu halten und mir meiner-selbst-bewusst zu werden. Das ist so wichtig, weil Menschen, die ihre eigenen Bedürfnisse zugunsten anderer zurückstellen, sich selbst in ihrer Rolle verlieren. Wenn ich erkenne, wo meine Grenzen sind, dann weiß ich auch, wann ein ‚Nein‘ angesagt ist.

Ich habe auch gelernt, mit Schuldgefühlen umzugehen. Das Gefühl, nicht nur gebraucht, sondern für das Wohlergehen anderer verantwortlich zu sein, ist eine Facette des Größenwahns. Die meisten Menschen können sehr gut auf sich selbst achten (Kinder sind hier ausgenommen!). Schuldgefühle können entstehen, wenn uns früh vermittelt wurde, dass unser Verhalten für die Wut, Trauer oder schlimme Ereignisse ursächlich ist. „Mama wird ganz traurig, wenn du nicht aufisst“ oder „ich trinke, weil Du mich so unter Druck setzt“.

Ich mache mir immer wieder deutlich, wofür ich verantwortlich bin, nämlich meine Gedanken, meine Gefühle und wie ich mit ihnen umgehe, also für mein Verhalten. Der andere wiederum ist für seine Gefühle, Gedanken und Handlungen verantwortlich. Häufig haben wir Angst vor einem ‚Nein‘, weil wir in Gedanken schon die Gefühle des anderen vorwegnehmen. Dabei entscheidet doch unser Gegenüber, wie er mit unserem ‚Nein‘ umgeht. Wie er mit seinen Gefühlen umgeht, ist sein Sache. Unsere Sache ist es, dafür zu sorgen, dass wir im Gleichgewicht sind, dass wir gut zu uns sind und gut für uns sorgen. Dann wächst unser Selbstwertgefühl und unser Selbstbewusstsein und das ‚Nein-Sagen‘ fällt uns immer leichter.

Wenn ein großes ‚Nein‘ ansteht, dann hilft es oft, sich das schlimmste auszumalen, das passieren kann. Wird der andere uns verlassen? Nie wieder mit uns sprechen? Schlecht über uns reden? Und wie will ich dann damit umgehen bzw. weiterleben.

Es sind unsere „Kinderängste“ die da sprechen, in der Realität passiert meist nichts dergleichen. Im schlimmsten Fall ist jemand ein bisschen verstimmt. Es ist unwahrscheinlich, dass andere Menschen uns ablehnen, weil wir ihre Wünsche oder Erwartungen nicht erfüllen können. Schließlich tun wir ihnen nichts Böses, wir vertreten lediglich unsere eigenen Interessen und das ist das Recht eines jenen.

Im Berufsleben übrigens, führt ein ‚Nein‘ oft dazu, dass wir mehr respektiert werden. Der andere weiß dann, dass wir uns nicht alles bieten lassen.

Ein ‚Nein‘ darf durchaus auch nett verpackt sein. „Ich würde dir da wirklich gern entgegenkommen, aber mein Schreibtisch ist schon übervoll, da kann ich Dir leider nicht helfen.“

Ansonsten gibt es nur eine Möglichkeit, das ‚Nein-Sagen‘ zu erlernen: üben, üben, üben. Die feuchten Hände und das Herzklopfen akzeptieren, die Angst überwinden und das Wort ‚Nein‘ oder seine Umschreibungen „das geht jetzt leider nicht“, „da kann ich leider nicht weiterhelfen“, „das passt mir leider grade gar nicht“  usw. äußern. Hinterher sich ganz doll für seinen Mut loben und sich dann erlauben, sich über den Erfolg von ganzem Herzen zu freuen.

Meistens klingen die ersten ‚Nein‘ ein wenig leise und zaghaft, aber es wird besser. Am besten übt man erst mal dort, wo es einem nicht ganz so schwer fällt und steigert dann die Schwierigkeitsstufe. Es braucht Zeit, das ‚Nein‘ sagen zu lernen, aber mit ständigem Üben wird es besser.

Und wenn es nicht geklappt hat? Der Drang ‚Ja‘ zu sagen, übermächtig war? Dann bloß nicht mit sich selbst schimpfen, sondern sich Mut machen: beim nächsten Mal wird es besser laufen. Dann, wenn möglich, gucken, wie man aus der Situation trotzdem das Beste machen kann oder, wenn es sehr schmerzt, sich hinterher etwas Gutes tun und liebevoll mit sich selbst umgehen.