Trinas Alltagswelt von A – Z

Kennt Ihr dieses Gefühl, wenn sich ganz viel in Euch tut, Ihr es aber noch nicht in Worte fassen könnt? Wenn ihr merkt, dass sich etwas in Euch verändert, ihr aber noch gar nicht absehen könnt, wohin Euch diese Veränderung führen wird?

Durch viele Umbrüche auf der Arbeit, Renovierungsarbeiten in Haus und Garten und familiäre Verpflichtungen und nicht zuletzt den Tod meines Vaters, muss  ich einerseits viele Veränderungen und Gefühle verarbeiten, habe andererseits aber auch ganz viel zu tun und im Alltag gelingt es mir kaum, in mich hineinzuhorchen.

Normalerweise bin ich ziemlich klar, strukturiert und ausgeglichen, aber im Moment kann ich meine Gedanken und Gefühle nur schwer greifen. Sie kommen ins Bewusstsein, etwas klingt in mir an und schon sind sie wieder verflogen.

Es geht mir ganz gut dabei, aber ich war bzw. bin total blockiert, wenn es ums Schreiben und Bloggen geht. Gleichzeitig vermisse ich das Schreiben und weil es im Moment eben der Alltag ist, der mich gefangen hält, dachte ich, dass ich jetzt  einfach mal über das Alltägliche und Banale  schreibe und Euch einfach mal einen Blick in meinen Alltag gebe.     Und wer weiß, vielleicht finde ich über den Alltag wieder zu meiner Mitte.

Los geht es mit dem Buchstaben A:

A, wie Arbeitsweg

Ich liebe meinen Job und nach meinem Umzug aufs Land habe ich nur selten daran gedacht, mir einen Job mit kürzerem Arbeitsweg zu suchen. Bis vor 6 Wochen bin ich mit dem Auto zur Arbeit gefahren, aber die vielen Baustellen auf der A 7 und in Hamburg haben meinen Arbeitsweg immer länger werden lassen und die Staus haben meine Nerven derart strapaziert, dass ich schon kaputt im Büro angekommen bin. Pünktlich und verlässlich war ich nie da, denn bei Schnee oder Unfall konnte die Strecke auch mal 2 oder 2 1/2 Stunden in Anspruch nehmen.

Nun fahre ich mit dem Zug.und  lese oder döse  unterwegs und der Weg kostet mich wesentlich weniger Energie. Jeden Morgen sehe ich die gleichen Leute auf dem Bahnsteig und das eine oder andere Gespräch hat sich beim Warten schon ergeben. Denn natürlich  läuft bei der Deutschen Bahn nicht alles perfekt. Erst letzte Woche kam mein Zug 50 Minuten verspätet, fuhr dann nicht mehr bis nach Hamburg durch, sodass alle Pendler Richtung Hamburg in Elmshorn die nachfolgenden Züge stürmten und kein Sitzplatz mehr zu kriegen war. Das gibt natürlich Gesprächsstoff, und anders als im Auto, wo man ja alleine mit seinem Frust sitzt, kann ich mich nun mit Leidensgenossen austauschen.

Auch am Hamburger Hauptbahnhof geht es morgens nicht immer ruhig zu, wie ihr auf dem Foto unten seht.

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Der Bahnhof,  an dem ich abfahre,  ist ziemlich trostlos. Aber immerhin wird er jetzt barrierefrei umgebaut. P1050500.JPGIch hoffe ja, dass auch an ein Toilettenhäuschen gedacht wird, vielleicht stinkt es dann etwas weniger penetrant im Tunnel zu den Bahngleisen. P1050506.JPGDas  Überqueren der Straße nachmittags, um zum Parkplatz zu gelangen, ist lebensgefährlich, denn es gibt keine Fußgängerbrücke. Man überquert die Hauptstraße direkt neben den Bahngleisen in einer 90°-Kurve und so ruhig wie auf dem Bild ist es wirklich nur sonntags Abend.P1050515.JPG