I – wie Interview

Ich bin in meinem Leben noch nie interviewt worden. Um diesen Zustand zu ändern, habe ich die Sache nun selbst in die Hand genommen. Lest selbst:

TrinasWelt: Frau Trina, Sie haben über ein Viertel Jahr nicht mehr gebloggt. Gibt es dafür einen besonderen Grund?

Trina: Nun ja, eigentlich sind es viele Gründe, mein Leben war in diesem Jahr ziemlich unruhig.

TW: Was genau ist geschehen?

Trina: Zum einen haben wir uns entschlossen, unser Haus zu verkaufen und vom Land zurück in die Stadt zu ziehen, nach Lüneburg, um genau zu sein.

TW: Was hat Sie dazu bewogen?

Trina: Mehrere Dinge. Zum einen sind wir in Schleswig-Holstein nie richtig warm geworden. Die Menschen dort sind allesamt freundlich und wir haben uns mit allen gut verstanden, aber uns fehlten tiefere Freundschaften und Kontakte. Dazu kam, dass mich der lange Arbeitsweg immer mehr anstrengte und ich immer frustrierter wurde, so viel Lebenszeit im Auto oder der Bahn zu verbringen. Von hier aus erreiche ich meinen Arbeitsplatz schneller.

TW: Gab es noch andere Gründe?

Trina: Ich bin ein Familienmensch. Ich lebe jetzt in der gleichen Stadt wie meine Mutter und kann mich um sie kümmern, wenn sie irgendwann mal Hilfe braucht. Hinzu kommt, dass ich Großmutter geworden bin. Anfang November habe ich eine kleine Enkeltochter bekommen und sie wohnt nur 10 Minuten von mir entfernt. Ich freue mich schon jetzt darauf, auf sie aufpassen zu dürfen, wenn die Eltern die Kleine mal für ein paar Stunden aus den Augen lassen mögen.

TW: Wann genau sind Sie umgezogen?

Trina: Vier Tage vor Weihnachten. Nach endlos vielen Wochenenden, in denen Menschen sich unser Haus angeguckt haben, haben wir Ende November Käufer gefunden, die dann aber auch ganz schnell einziehen wollten. Da das Haus hier frei stand – wir haben das Haus meiner Eltern gekauft – konnten wir das auch möglich machen,

TW: Wohnen Sie jetzt mit Ihrer Mutter in einem Haus?

Trina: Nein, meine Mutter hat sich eine kleine Wohnung in der Nähe genommen. Nach dem Tod meines Vaters mochte sie einfach nicht mehr hier bleiben. Sie wollte keine Verantwortung mehr für Haus und Garten.

TW: Dann wohnen Sie jetzt also wieder in Ihrem Elternhaus?

Trina: Ja.

TW: Fühlt sich das nicht seltsam an?

Trina: Doch, schon. Im Moment fühle ich mich eher wie in einer Ferienwohnung. Ich habe ja auch noch Urlaub bis zum Jahresende. Nur das Notwendigste ist ausgeräumt und es ist noch fast alles so, wie früher. Im neuen Jahr werden wir anfangen, zu renovieren. Bis jetzt brauchten wir alle Zeit, um unser altes Haus auszuräumen,

TW: Das heißt, es bleibt auch weiterhin wenig Zeit zum Bloggen?

Trina: Na ja, ich habe es vermisst und ich habe mir selbst versprochen, wenigstens alle ein, zwei Wochen wieder zu schreiben. Natürlich brauche ich die Wochenenden, um meinen Mann beim Renovieren zu helfen. Wir haben viel vor mit dem Haus. Aber das sind jetzt positive Dinge, die anstehen. Vorher war es vor allem Ungewissheit, ob wir rechtzeitig einen Käufer finden, wann wir umziehen können usw.

TW: Gab es denn noch andere Gründe, aus denen Sie in dieser Zeit nicht geschrieben haben?

Trina: Ja, die gab es und sie haben mit meinem Job zu tun. Wir haben in diesem Jahr immer wieder Mitarbeiter verloren, insgesamt sind 10 Leute gegangen. Das Einarbeiten und Integrieren neuer Leute ist sehr anstrengend. Um trotzdem alles am Laufen zu halten, habe ich oft viel länger gearbeitet als sonst. Natürlich habe ich mich immer wieder gefragt, was bei uns schief läuft und wo meine Anteile sind und mit diesem Prozess bin ich noch nicht fertig. Wer weiß, vielleicht schreibe ich darüber, das hilft, den Kopf klar zu kriegen und die Kommentare hier sind auch immer wieder eine super Anregung zum Weiterdenken oder Dinge aus anderer Perspektive zu sehen.

TW: Frau Trina, Danke, dass Sie unsere Fragen beantwortet haben. Für Ihren Neustart in Lüneburg wünschen wir Ihnen alles Gute!

Trina: Danke für Ihr Interesse. Ich werde berichten.