Liebster Award

Kerstin, deren Blog Alltagseinsichten ( https://alltagseinsichten.wordpress.com/ ) ich Euch nur empfehlen kann, hat mich mit dem ‚Liebster Award reloaded‘ überrascht und dafür vielen herzlichen Dank, Kerstin! Natürlich beantworte ich Deine Fragen sehr gern.

 

  1. Wie bist Du zum Bloggen gekommen?

Einfach durch Zufall. Beim Surfen bin ich auf WordPress gestoßen und da ich damals grade nach etwas suchte, das mich beim Abnehmen motiviert, habe ich einen Abnehmblog gestartet, der sich im Laufe der Jahre dann zu einem Blog über alles Mögliche entwickelt hat.

2. Was wünscht Du Dir für Deinen Blog?

Viele Leser natürlich. Und Inspiration für viele interessante Beiträge und Artikel.

3. Liebstes Hobby neben dem Bloggen?

Mein Hund, Lesen, am liebsten Krimis und Malen.

4. Würdest Du gern oder hast Du schon mal jemanden von Deinen Blogger-Kollegen kennen gelernt?

Leider habe ich noch keinen meiner Blogger-Kollegen persönlich kennen gelernt, aber ich würde sie gern alle einmal treffen. Vielleicht bei so einer Art Blogger-Messe. Gibt es so etwas eigentlich hier in Deutschland??

5. Schnittblumen oder Topfpflanze?

Ich habe leider keinen grünen Daumen. Ich mag Topfpflanzen sehr gern, aber ihre Lebensdauer ist bei mir leider sehr begrenzt. Deshalb Schnittblumen, da muss ich mir keine Vorwürfe machen, wenn sie verwelken.

6. Was möchtest Du in Deinem Leben auf alle Fälle noch tun?

Reisen: nach Afrika, insbesondere Senegal, Ghana, Südafrika, nach Japan und nach Thailand, nach Hongkong und Singapur, nach Australien und Neuseeland, nach Canada und einmal von der Ostküste der USA in die Südstaaten und von da an die Westküste. Dann weiterreisen nach Chile, Peru und Argentinien. Außerdem würde ich gern nach Lissabon, Barcelona, Paris, London, Budapest. Auch nach Bulgarien und Rumänien, nach Russland möchte ich auch und in die baltischen Länder, und Polens Ostseeküste entlang….. Ihr seht, ich brauche einen riesengroßen Lottogewinn und dann würde es losgehen…. Ach ja, und ich würde auf eigene Faust reisen, mit Eisenbahn, Auto, Fahrrad, Flieger, je nachdem, wo ich hin will. Und mir viel Zeit nehmen, Land und Leute kennen zu lernen.

7. Würdest Du gern eine Deiner Entscheidungen ändern? Warum?

Ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Ich habe einige Entscheidungen getroffen, die zu Lebenssituationen geführt haben, die anders sind , als ich es mir erhofft habe. Aber ich weiß ja nicht, ob mein Leben glücklicher oder einfacher geworden wäre, wenn ich diese Entscheidungen nicht getroffen hätte.

Was ich am häufigsten bereut habe, ist mein Umzug aufs Land, weil mich das Pendeln nervt und ich hier nie wirklich angekommen bin. Wäre ich in der Stadt geblieben, hätte ich diese Probleme nicht, aber vielleicht hätte ich  dafür andere Probleme gehabt.

8. Beschreibe Dich in drei Worten

Blauäugige behäbige Brillenträgerin

9. Gibt es etwas, das Du beim/durchs Bloggen gelernt hast?

Es gibt ganz viele Menschen, die sich ganz viele Gedanken über das Leben, über Politik und Kunst, über Alltägliches, gesunde Ernährung oder sonst etwas machen und das in kreativer, faszinierender Form zum Ausdruck bringen. Oder, mit anderen Worten, ich finde es toll, wie viele interessante und liebenswerte Blogs es gibt und ich glaube, dass dahinter liebenswerte und interessante Menschen stehen.

10. Wie und wo siehst Du Dich in zwei Jahren?

Ich hoffe, ich bin dann ein bisschen weiser, habe meinen Schreibstil verbessert und richtig gut Malen gelernt.

11. Wenn Du in Deinem Land eine Sache ändern könntest, was wäre das?

Kostenlose öffentliche Verkehrsmittel, zumindest im Nahverkehr.

Über den Award: 

Nachdem man die Fragen des Preisverleihers beantwortet hat, nominiert man selbst 5 – 10 Blogger, denen man ebenfalls 10  – 11 Fragen stellt. Dies soll helfen, innerhalb der Bloggergemeinde  neue Leser zu finden und selbst bislang unbekannte Blogs zu entdecken.

Hier jetzt die Blogs, die ich nominiere:

  1. Towanda: Towandaleben.wordpress.com, weil ich diesen Blog grade entdeckt habe und er mir auf Anhieb gefiel.
  2. Rose: Rose1711.wordpress.com, weil Rose mich mit ihren Berichten und Fotos immer wieder fasziniert und weil sie dabei auch noch ganz vielseitig ist.
  3. Sommerregenleben.wordpress.com, weil dieser Blog noch ziemlich neu ist, aber sehr vielversprechend.
  4. Kleinermonat.wordpress.com: weil hier deutlich wird, wie viel Größe im Kleinen steckt
  5. Danceyourkarma.wordpress.com: weil sich hier ein junger Mensch ganz viele Gedanken um sein Leben macht.

Hier sind meine Fragen:

  1. Wie bisst Du zum Bloggen gekommen?
  2. Kennen Deine Freunde und Deine Familie Deinen Blog?
  3. Überlegst Du lange, bevor Du einen Beitrag schreibst oder machst Du das ganz spontan?
  4. Liebstes Hobby neben dem Bloggen?
  5. Worüber kannst Du lachen?
  6. Hund oder Katze?
  7. Was möchtest Du gern lernen?
  8. Was erhoffst Du Dir vom Bloggen?
  9. Wie und wo siehst Du Dich in zwei Jahren?
  10. Wenn Du in die Vergangenheit reisen könntest, wohin würde Dich die Reise führen?blog-award

 

Schweinereien

Was habe ich da heute morgen im Radio gehört? Im echten Norden sorgt sich die CDU darum, dass angeblich immer mehr Kantinen, Kitas und Schulen  Schweinefleisch aus ihrem Speiseplan streichen, um auf religiöse Gebräuche Rücksicht zu nehmen. Nun möchten einige Vertreter dieser Partei, dass sich die Landesregierung dafür einsetzt, Schweinefleisch auch weiterhin in öffentlichen Kantinen anzubieten.

Meine Kinder sind in den 90iger Jahren in einer großen Hamburger Kita betreut worden. Der Anteil an muslimischen Kindern war dort ziemlich hoch, aber keiner hat sich Gedanken über das Essen gemacht. Wenn Schweinefleisch auf den Tisch kam, dann gab es immer eine Alternative für die muslimischen Kinder. Also, Schweineschnitzel für die einen und Hähnchenschnitzel für die anderen. An den  anderen Tagen, wenn Vegetarisches, Hühnchen oder Fisch angeboten wurde, aßen sowieso alle das Gleiche. An Fasching und beim Sommerfest gab es Würstchen mit Kartoffelsalat für alle. Für die einen Geflügelwürstchen und für die anderen Bockwürstchen.   Vegetarier aßen keine Würstchen. Die muslimischen Kinder wussten, dass ihre Würstchen in der blauen Schüssel lagen und die deutschen bedienten sich aus der roten und alle fanden das ganz normal.

Die Kinder lernten allerdings sehr früh im Leben, dass Menschen unterschiedliche Essgewohnheiten haben und  trotzdem gute Freunde sein können.

Also, wo ist das Problem? Besteht die Gefahr, dass die Schweinebauern pleite gehen, weil weniger Schweinefleisch konsumiert wird? Das könnte doch auch auf den Trend zu veganer oder vegetarischer Kost zurückzuführen sein, nicht wahr? Sind womöglich gar die Flüchtlinge schuld, wenn immer mehr Menschen den Sonntagsbraten als nicht mehr zeitgemäß betrachten und sich um Cholesterinwerte sorgen? Oder gibt es etwa keine Caterer mehr, bei denen man 150 Schweineschnitzel, 50 Hähnchenschnitzel und 50 Gemüsebratlinge jeweils mit Kartoffeln, Broccoli und Möhren bestellen kann??? Oder geht es etwa um etwas ganz anderes?

Im übrigen gab es in unserer Kita zu Ostern Ostereier und Osterhasen, zu Weihnachten Tannenbäume, Glöckchen und Schokoweihnachtsmänner und die Schokolade schmeckte allen Kindern. Da es eine städtische Einrichtung war,spielte Religionserziehung keine Rolle, dafür aber Bräuche, wie die Weihnachtsbäckerei, die allen Kindern Spaß machte. Eltern waren herzlich eingeladen, am Geburtstag ihres Kindes oder zum Sommerfest einen Kuchen oder typische Leckereien aus ihrem Herkunftsland mitzubringen. Das taten die meisten auch gern und meine Kinder lernten so schon im Vorschulalter, dass die türkische Küche mehr als nur Döner im Angebot hat.

Eine idyllische Oase war unsere Kita trotzdem nicht. Im Gegenteil. Überall, wo Menschen mit unterschiedlichen kulturellen und sozialen Hintergründen aufeinander treffen, lassen sich Konflikte nicht vermeiden. Konflikte sind nichts Schlechtes. Man kann daran wachsen, und sie zwingen uns, unseren Standpunkt zu bestimmen. Ich esse gern Schweinefleisch. Mindestens einmal in der Woche. Aber das ist eine persönliche Entscheidung.